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Leberkur – aber mit Vorsicht

Viele Pferdebesitzer denken im Frühling über eine Leberentgiftung nach, um den Stoffwechsel zu unterstützen. Aber Vorsicht – das kann nach hinten losgehen. In der Praxis erleben wir häufig, dass eine Entgiftung ohne jegliche Rücksprache mit einem Experten durchgeführt wird. Hautprobleme, Hufgeschwüre oder Strahlprobleme sind gängige Folgen, wenn eine Leber stark überlastet ist und ihr vielleicht auch die Bausteine fehlen überhaupt funktionieren zu können. Der Zwang zur Entgiftung durch Kräuter und Präparate kann dann der Auslöser für diese Probleme sein. Wir sind da eher zurückhaltend mit einer Entgiftung und halten stets Rücksprache mit unserer Futterexpertin. Du solltest immer erst die Ration deines Pferdes optimieren, besonders in Hinblick auf die Mineralstoff- und Spurenelementversorgung. Oft ist es dann nicht mehr nötig extra zu entgiften. Trotzdem gibt es natürlich Fälle, in denen es total Sinn macht zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Wir haben unsere wilden Ponies auch extra unterstützt.
Die Basis für die Versorgung unserer Rehapferde und somit auch der wilden Ponies ist zuckerarmes Heu und ein individuell darauf abgestimmtes Mikronährstoffpräparat. In Kombi mit der Bewegung auf dem Trail haben die Wilden in den 6 bzw 10 Monaten, die sie nun schon bei uns leben, gut abgespeckt. Das eingeschmolzene Fett stellt die Leber vor eine große Herausforderung. Und weil nun auch noch der Fellwechsel ansteht, möchten wir die Ponies zusätzlich unterstützen. Sie bekommen über wenige Wochen eine Kur Leber plus von Dr. Maroske, damit die Süßen auch weiterhin gesund bleiben. Das Präparat ist so konzipiert, dass es das ausbalancierte Nährstoffverhältnis der Grundversorgung nicht stört. Wichtig ist, dass diese erst optimiert wird. Wenn der Körper alle Bausteine bekommt, um funktionieren zu können, sind nur in wenigen Fällen weitere Maßnahmen notwendig. Bei den wilden Ponies war aber einiges im Argen, daher möchten wir sie nun mit der Leberkur unterstützen. Das machen wir erst jetzt, da sie deutlich stabiler sind. Startet man eine Entgiftung im akuten Hufreheschub, kann das den Stoffwechsel überfordern. Im Zweifel auf jeden Fall professionelle Beratung hinzuziehen.